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Die göttliche Ordnung

Regie: Genre: Land: Länge: FSK: Datum:
Petra Volpe Drama CH 2017 96 Min. FSK 6 4.03.2019

Schweiz, 1971: Nora ist eine junge Hausfrau und Mutter, die mit ihrem Mann, den zwei Söhnen und dem missmutigen Schwiegervater in einem beschaulichen Dorf im Appenzell lebt. Hier ist wenig von den gesellschaftlichen Umwälzungen der 68er-Bewegung zu spüren. Die Dorf- und Familienordnung gerät jedoch gehörig ins Wanken, als Nora beginnt, sich für das Frauenstimmrecht einzusetzen, über dessen Einführung die Männer abstimmen sollen. Von ihren politischen Ambitionen werden auch die anderen Frauen angesteckt und proben gemeinsam den Aufstand. Beherzt kämpfen die züchtigen Dorfdamen bald nicht nur für ihre gesellschaftliche Gleichberechtigung, sondern auch gegen eine verstaubte Sexualmoral. Doch in der aufgeladenen Stimmung drohen Noras Familie und die ganze Gemeinschaft zu zerbrechen.

Obwohl die Schweiz oft als Vorzeigedemokratie herhalten muss, führte sie als eines der letzten europäischen Länder erst 1971 das Wahlrecht für Frauen ein. Als Pionier in Europa gestattete Finnland den Frauen schon ab 1906 an Wahlen teilzunehmen. Zum Ende des Ersten Weltkriegs zogen weitere Länder nach, darunter Norwegen, Deutschland, Österreich oder Polen. Die meisten anderen folgten spätestens nach dem Zweiten Weltkrieg, etwa Frankreich und Italien. Im Rahmen der Jubiläumskampagne „100 Jahre Frauenwahlrecht“ zeigt der FilmClub Heide in Kooperation mit den Gleichstellungsstellen der Stadt Heide und des Kreises Dithmarschen „Die göttliche Ordnung“ anlässlich des Weltfrauentages.


Dalida

Regie: Genre: Land: Länge: FSK: Datum:
Luisa Azuelos Drama F 2017 128 Min. FSK 12 20.03.2019

1933 wurde sie in Kairo geboren, 1987 starb sie einen tragischen Tod. Dazwischen lebte Dalida ein filmreifes Leben, das ihr erstes Konzert im legendären Olympia in Paris 1953 ebenso umfasste wie die Ehe mit Lucien Morisse, dem Leiter des damals neu gegründeten Privatradiosenders Europe 1, den Beginn der Disco-Ära, ihre spirituelle Entdeckungsreise nach Indien oder den weltweiten Erfolg von „Gigi l’amoroso“ 1974.

Regisseurin Lisa Azuelos gelingt es nicht nur, Dalidas Karriere und ihre zahlreichen Liebesbeziehungen in eine dramaturgisch stimmige Form zu bringen. Die Texte ihrer Lieder („Ich träume nicht mehr. Mein Leben endet, wenn du gehst“) werden zudem so geschickt in die Handlung integriert, dass sie das Geschehen auf der Leinwand kommentieren und mit dem Leben der Interpretin verschmelzen. Auf diese Weise entsteht ein filmisches Porträt von bestechender Intensität, auch weil Newcomerin Sveva Alviti die Sängerin auf so betörende Art verkörpert.